Behandlung von Nematoda

Nematoda
Rudolphi 1808

Die Lebensweise der Nematoda, welche für die Vogelspinnen Haltung relevant sind, sind endoparasitisch lebende Würmer, welche auch als Faden- und Rundwürmer bekannt sind.
Bisher wurden mehr als 20.000 Arten beschrieben.
Nematoda sind fast überall an zu treffen, z.b. im Wasser ( Süß- und Meerwasser), in der Erde oder in Pflanzen. Die Größe variiert je nach Art von einigen Millimeter bis hin zu mehreren Meter (Pferdespulwurm).

Systematik

Unterreich: Metazoa
Abteilung: Eumetatoa
Unterabteilung: Bilateria
Stammgruppe: Protostomia
Überstammt: Ecysozoa
Stamm: Nematoda


Bei Reptilien ist eine Diagnose durch Überprüfung des Kots möglich. Hier werden die vorhandenen Eier durch eine Mikroskopische Untersuchung nachgewiesen.
Eine befallene Vogelspinne fällt durch ihr meist apathisches Verhalten auf. Die Spinnwarzen stehen abnormal waagrecht und die Pedipalpen sind eingeklappt gehalten wie beim Fressen, jedoch ohne Reichung von Futter.

Die Nematoda schwächen den Wirtskörper durch Nahrungsentzug, Blutentzug und durch Ihre toxischen Ausscheidungen. Sie können in extrem großen Massen im befallen Wirtskörper auftreten.
Durch ihrer Fähigkeit die Effektormechanismen des Immunsystems zu unterlaufen oder in dessen Steuerung einzugreifen, werden die Parasiten nicht vom Immunsystem als potenzielle Gefahr angesehen.

Eine Infektion erfolgt durch Larven oder durch Eier von den Nematoda.

Die Vermutung liegt nahe, dass die Nematoda durch Futtertiere oder durch Buckelfliegen in unserer Terrarien gelangen.
Buckelfliegen werden von Aasgeruch angelockt.

Es werden fünf Liter Wasser mit einem Gramm Flubenol oder ähnlichen Produkten vermischt.

Diese Mischung wird in die Wasserschale gegeben und das Terrarium damit besprüht.

Nach 14 Tagen ist dieser Vorgang zu wiederholen.

Hatte bisher in den letzten 10 Jahren nur einen Nematoda Befall welcher auf diese Weise erfolgreich behandelt werden konnte.

Wahrscheinlich lässt sich ein starker Befall bzw. im Endstadium nicht mehr behandeln.

 

Hinweise zur Bekämpfung von Nematoda von Gerhard P.
Wirkungsweise von Nematodenmittel Fenbendazol:


Wirkungsmechanismus
Fenbendazol besitzt ein breites Wirkungsspektrum gegen Fadenwürmer
(Nematoden) und Bandwürmer (Cestoden). Es wirkt relativ langsam, so dass
eine genügend lange Kontaktzeit zum Wurm gewährleistet sein muss. Bei Tieren
mit schneller Darmpassage (Fleischfresser) wirkt das Mittel Daher weniger
gut.
Wie alle Benzimidazole bindet sich Fenbendazol an Tubulin, einer
Proteinuntereinheit der Mikrotubuli, der Parasitenzelle
(Mikrotubuliinhibitor). Dadurch kommt es zu einer Schädigung des
Zytoskeletts, wodurch intrazelluläre Transport und Synthesevorgänge gestört
werden (v.a. Glukose-Transport, ATP-Synthese). Der Parasit verhungert
förmlich und stirbt ab und wird mit dem Kot ausgeschieden. Durch Hemmung der
Ausbildung des Spindelapparats und Störung des Stoffwechsels während der
Embryogenese wirkt das Mittel auch gegen die Eizellen der Würmer (ovozid).
Bei Bandwürmern kommt es zu Schäden der Saugstrukturen, so dass sich die
Parasiten nach 4-8 Stunden von der Darmwand ablösen und schließlich über den
Kot ausgeschieden werden.
Fenbendazol wird im Darm kaum resorbiert.

Hier wird die Wirkungsweise von Antoparasitika erklährt:

http://www.uni-leipzig.de/~vetppt/pdfs/a...sitika-2006.pdf

Interessante Links:

http://www.uni-tuebingen.de/agbetz/downloads/NemaI.pdf

Febendazol Paste
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