Verseuchte Futtertiere

Die unterschätzte Gefahr

Wir hatten einige Lieferanten bei denen die Futtertierqualität als hochwertig zu bezeichnen war. Leider waren die Transportbedingungen in Winter bei extremen Temperaturen für uns als kritisch erachtet. Was uns zu einer erneuten Suche nach einem geeigneten Lieferanten führte.

Unsere Odyssee nach einem  Lieferanten mit hochwertigen Futtertieren schien 2012 beendet zu sein. Doch was noch ca. 2 Jahre später folgen sollte konnten wir zu diesem Zeitpunkt nicht erahnen.

Wie alle anderen Organismen können auch Vogelspinnen erkranken.

 

Über einen (für uns als lang empfunden) Zeitraum erhielten wir Futtertiere die nicht mehr als frisch bezeichnet werden konnten.  Was sich an der Haltbarkeit von wenigen Tagen und viele Häutungsrückstanden bemerkbar machte.

Bei der nächsten Lieferung werden neben den Heimchen auch auffällig viele Buckelfliegen mitgeliefert. Die Buckelfliegen hatten auch schon Eier auf den Heimchen abgelegt.

Auffällig war, dass die Buckelfliegen ca. 2 Tage nach der Futtertierlieferung  explosionsartig in den Heimchendosen Auftraten.

So war für uns klar, dass die Buckelfliegen Seuche durch die gelieferten Heimchen entstanden ist.

Um dies zu eroieren, wurden Heimchen mit Essigäther abgetötet und eine Nekropsie durchgeführt.

Natürlich wurde eine äussere und eine innere Sektion durchgeführt.

Dabei wurden Larven der Buckelfliegen im Inneren der Heimchen gefunden. (Hier fehlt bis heute, eine Erklärung von dem Händler wie dies bei seiner "hohen" und "geprüften" Qualität der Futtertiere vorkommen kann)

Ironie Modus an

Die geilste und nachvollziehbarste Begründung wie die Buckelfliegen in die Heimchendosen kommen, möchte ich Euch nicht vorenthalten.

Ironie Modus aus
Wie Musterproben immer wieder ergeben sind die verkauften Dosen nicht mit Buckelfliegen kontaminiert. Allerdings haben wir schon festgestellt, dass die Fliegen teilweise durch die Luftlöcher in die Dosen krabbeln, wenn sich dort tote Heimchen oder Grillen befinden, um dort Ihre Eier abzulegen. Der Befall dieser Dosen geschieht dann aber oft beim Kunden mit den Fliegen aus seiner Anlage. Man erkennt das recht einfach daran, dass in der Regel dann nur wenige Dosen davon betroffen sind, nämlich die, bei der die Luftlöcher groß genug sind, so dass die Fliegen von außen in die Dosen gelangen können. Für den Kunden sieht es dann so aus, als ob die Fliegen in der Dose geschlüpft wären. Das ist aber nicht der Fall. Wo sollen denn dann auch die Puppen der Buckelfliegen herkommen. Wir haben zumindest keine Puppen in den Dosen finden können.

 

Besonders Geil ist die Tatsache, dass ich mir 6 Tage später ein persönliches Bild machen konnte.

Futtertiere wurden an einem Stammtisch mitgebracht und dort den Anwesenden Hobbykollegen übergeben.

Schon beim Öffnen des ersten Kartons in denen die Futtertiere gebracht wurden sah man Buckelfligen sich aus dem Karton entfernen.

Einem Kollegen durfte ich ein paar Dosen reichen, da wir auf einer Bank saßen und er nicht aufstehen wollte. So sah natürlich auch mal in die Dosen rein. Dort dürften ja nach auskunft des Händlers keine Buckelfliegen drin sein, da die ja direkt vom Erzeuger kamen. Aber dies entsprach absolut nicht dem, was ich sehen musste. In sah nur in eine Packung mittlerer Grillen durch den Deckel rein. Am Deckel befanden sich 6 adulte Buckelfliegen, bei einer Füllmenge von ca. 50 -60 mittleren Grillen. Ihr könnt den Prozentualen Inhalt der Buckelfliegen mal ausrechnen. Das Ergebnis ist auf alle Fälle größer als Null, was ja nach dem Händler/Züchter nicht sein kann.

Auch wurde mir von den Abnehmern der Futtertiere bestätigt, dass immer wieder Buckelfliegen in Ihren Futtertierdosen befinden.

Definitiv falsche Aussage: Nur in schlecht gereinigten Terrarienanlagen kann es zu einem Parasitenbefall kommen. 

 

Durch Futtertiere können eine Vielzahl von verschiedenen Parasiten eingeschleppt werden.

Vermutung liegt nahe, dass auch Nematoda mit eingeschleppt wurde.

Bei zwei Lieferungen waren neben den Buckelfliegen auch Milben anbei. Die Milben hatten ein anderes aussehen als die uns bekannten. Auch in Ihrem Verhalten unterschieden diese sich deutlich.

Die Milben waren sehr schnell und agiel.

Wahrscheinlich wurden zur Nematoda Bekämpfung in der Futtertierzucht auf Raubmilben zurück gegriffen.