Verhalten

 

Vogelspinnen zeigen eine erhöhte Aktivität bei einbrechender Dunkelheit und kurz nach Sonnenaufgang in den frühen Morgenstunden.

Bei Belästigung ziehen sie sich in ihren Unterschlupf zurück.

Von seinen Pfleglingen darf man also nicht zu viel erwarten.

 

Als Lauerjäger, warten Vogelspinnen am Eingang ihres Unterschlupfes, bis Beute vorbei kommt, um diese dann blitzschnell zu erbeuten.

 

Das Einsaugen des Nahrungsbreis erfolgt durch einen sehr starken Saugmagen. Dieser schlauchförmige Magen liegt teilweise zusammengefaltet im Vorderkörper der Spinne. Er ist mit elastischen Muskeln an Ober und Unterseite des Vorderköpers aufgehängt, und kann so bei Bedarf weit gedehnt werden. Zusätzlich wird er von Ringmuskeln umspannt, die ein Zusammenziehen ermöglichen. Durch eine genau abgestimmte Kontraktion der einzelnen Muskelngruppen, entsteht eine wellenförmige Bewegung die sich nach hinten fortsetzt. Somit ist ein kontinuierlicher Saugvorgang gewährleistet. Der Magen wird von einem Klappenventil vom Darm getrennt, damit der Nahrungsbrei nicht zurückfließen kann.

 

Im Darm selbst erfolgt dann die Verdauung durch Resorptionszellen. Diese Zellen nehmen die Nahrungsbestandteile auf, schließen sie weiter auf, und geben sie sortiert an die umgebenden Zellen weiter. So ist schon nach kurzer Zeit der Darm leer, und das umgebende Gewebe angereichert mit Nahrungs- und Abfallstoffen. Letztere werden in kristalliner Form oft im Körper der Spinne eingelagert. Diese Depots können unter der Haut durchschimmern, und ergeben z.B. die markante Zeichnung der Kreuzspinne.

 

Die bei der Nahrungsverwertung anfallenden Abbauprodukte werden durch spezielle Exkretionsorgane dem Blut entzogen.

Gift

Das Gift der Vogelspinnen ist generell für Menschen nicht gefährlich. Da die relativ kleinen Giftdrüsen nur in den Chelizeren befinden und nicht wie bei den labidognathen Spinnen bis in den Körper reichen. Durch Versuche in den fünfziger Jahren wurde nachgewiesen, dass Säugetiere bis 500 gr. Körpergewicht (Ausnahme besteht bei Hunden, Gebissene Hunde verstarben, egal welche Größe und Körpergewicht! Diese Erkenntnis beruht auf einer Forschungsarbeit aus Australien.), durch einen Biss getötet werden können. Die Giftwirkung wird durch die Umwelteinflüsse wie z.B. Temperatur, Luftfeuchtigkeit beeinflusst.  Die Gifte setzten sich aus verschiedenen Aminosäuren, Proteinen und Enzymen zusammen, bisher sind nur bei einigen wenigen Arten die Gifte erforscht.  Arten aus Afrika und Asien haben in der Regel ein potenteres (stärkeres) Gift. Das Gift der Vogelspinnen ist auf die Beute abgestimmt. 

 

Chelizere
Chelizere
Gift Tropfen
Austretendes Gift

Abwehrverhalten

Mittels Brennhaaren

Arten welche im Allgemeinen als sogenannte Anfänger Arten empfohlen werden, verteidigen sich mittels Brennhaaren.

Diese werden bei Störung einen vermeintlichem Angreifer entgegen geschleudert.

Die Brennhaare sitzen locker auf dem Opisthosoma und werden mit dem hinteren Beinpaar abgestreift. 

Ausnahme ist hier die Gattung Ephepopus.

 

Interessanter Bericht über Auswirkung von Brennhaaren.

Mittels Giftbiss

Vor einem Giftbiss, wird normalerweise, erst mit den Pedipalpen und den vorderen Beinpaaren ein kräftiger Schlag auf den vermeindlichen Angriffer ausgeführt. Sollte diese Warnung unbeachtet bleiben, kommt es zu einem Biss.

Laut persönlicher Mitteilung, kann es auch unmittelbar zu einem Gitfbiss kommen. Verschiedene Bissberichtet findet man im Wolrd Wide Web oder in Fachzeitschriften, wie zum Beispiel in der Arachne.